Kleines Kirchenkonzert im Dezember 2011
mit Querbeet: "Adventszauber"
In der Christuskirche hieß Pfarrer Tobias Walkling alle Konzertbesucher herzlich willkommen. Um die besondere Stimmung der Adventszeit einzufangen, hatte das Vokalensemble „Querbeet“ und seine musikalischen Gäste auch in diesem Jahr wieder etwas Besonderes vorbereitet und sich mit seinen Melodien, Liedern und Texten in die Herzen der Besucher gezaubert.
Vor voll besetzten Reihen war die Lust am Singen und die Kraft der Begeisterung spürbar. Die vier Posaunisten ließen die Zuhörer von Melodie zu Melodie schweben und zauberhaft verbanden sich die zarten Klänge der Harfe mit dem musikalischen Niveau der Ausführenden. Die Kombination der Musik mit ausgesuchten adventlichen Gedichten und Geschichten oft nachdenklich-amüsanter Art bot den Besuchern eine Stunde zum Hinhören, Kraft tanken und Genießen.
Dankbar nahmen die Aktiven den langen Applaus und die Dankesworte von Pfarrer Tobias Walkling entgegen und bedankten sich ihrerseits mit Zugaben beim Publikum.
Im Anschluss an das Konzert stimmten sich die Besucher mit Glühwein und selbst gebackenem Früchtebrot auf das kommende Weihnachtsfest weiter ein.
Kleines Kirchenkonzert im Mai 2011
mit
Oktissimo
Das Karlsruher Bläserensemble Oktissimo gestaltete am 22.05.2011 das „Kleine Kirchenkonzert“ in der Christuskirche Bühlertal. Zu Gehör kamen Werke für Bläerquintett bis Bläseroktett von Ludwig van Beethoven, Andrejs Janson und Franz Lachner.
Das Ensemble besteht seit 2004 und spielt Kammermusik in der eher selten zu hörenden Besetzung aus zwei Oboen
(Izumi Gehrecke, Christian Eberle),
zwei Klarinetten (Kathrin Pajcic,
Hubert Eßer),
zwei Fagotte
(Marga Muselewski, Julian Hartbaum),
zwei Hörner
(Ulrike Wilmes,
Frank Biesinger),
erstmals ergänzt durch eine Flöte
(Hartmut Nieder).
Jeder Orchesterdirigent würde sich glücklich schätzen, diese Truppe seinen Streichern hinzugesellen zu dürfen. Aber sie treten hier als reine Bläserformation auf mit einer Klangfülle, von der sich das Publikum unmittelbar anstecken und von den ausdrucksstarken Darbietungen erfreuen ließ. In der Christuskirche war der Altarraum gerade breit genug für das Zusammenspiel der verschiedenen Besetzungen.
Mit dem „Rondino opus posthumum“ von Ludwig van Beethoven wurden die hochkarätigen Beiträge eröffnet. Die anschließend gespielte „Suite Of Old Lettish Dances“ für Holzbläserquintett stammt aus der Feder des Komponisten Andrejs Janson und ist eine Liebeserklärung an seine Heimat Lettland. Den Besuchern machte es viel Spaß, Izumi Gehrecke zuzusehen, die mit ihrem Tamburin herrlich flotte Akzente setzte. Beim „Gaismina Ausa“ zauberte Hartmut Nieder mit seiner Flöte die Stimmung einer Morgendämmerung in den Kirchenraum und im Spiel der Klarinetten kam die Freude der aufgehenden Sonne zum Ausdruck. Beeindruckend war auch das „Oktett B-Dur op 156“ des Komponisten Franz Lachner. Hier trat Christian Eberle ans Dirigentenpult. Bei den Solostellen im „Allegro Moderato“ überzeugten die einzelnen Holzbläser mit beeindruckender Virtuosität. Im burlesken Scherzo wurde eine virtuose Flöte und gackernde Fagotte vorgeführt. Mit dem „Finale – Allegro non toppo“ wurde das Ende eines Abends erreicht, der sicherlich zu den Glanzlichtern der „Kleinen Kirchenkonzerte“ gezählt werden kann.
Nach großem Applaus dankte Kirchengemeinderätin Katherine Flynn-Hartmann den Musikern im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde und lud die Anwesenden ein, bei einem Glas Sekt und Knabbereien noch zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.
Kleines Kirchenkonzert im Februar 2011
Vierzehn musikbegeisterte Jugendliche brachten beim Kleinen Kirchenkonzert im Februar die Christuskirche zum Klingen. Die jungen Instrumentalisten – allesamt Schüler der Kunst- und Musikschule Achern-Oberkirch und Teilnehmer des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ – begeisterten das Publikum mit ihrem virtuosen Spiel und ihrem interessant zusammengestellten Programm.
Unter dem Titel „Bläserkammermusik“ wurden klassische und moderne Werke vorgetragen. Das Repertoire – einstudiert in den Klassen von Professor Karl-Otto Hartmann, Katherine Flynn-Hartmann und Michael Fünfgeld - reichte von Giovanni Gabrieli über Wolfgang Amadeus Mozart bis Joseph Horowitz. Noch so jung und doch schon so meisterhaft im Umgang mit ihren Instrumenten. Diese Attribute treffen sicherlich auf die eifrigen Jungmusiker voll und ganz zu. Es war erstaunlich, wie sorgsam und sicher die 12 bis 18-Jährigen mit der vorgetragenen Musik umgingen und mit welcher Leichtigkeit sich die Mädchen und Jungen in ihrem Spiel aufeinander abstimmten.
Den Auftakt des abwechslungsreichen Konzerts machten die Fagottisten Jan-Niklas Doll, Rebecca Hartmann und Natalie Haas mit Mozarts „Divertimento Nr. 3“. Dass diese technisch und rhythmisch nicht leicht zu spielende Musik den jungen Künstlern große Freude und scheinbar keine Probleme machte, war deutlich hör- und sichtbar. Bei der „Promenade“ von Shoko Oishi lag „der Duft des Abenteuers“ in der Luft.
Zu einem klangvollen Abenteuer luden auch die Trompeter Nicolas Müller und Marius Lechleiter und die Posaunisten Jakob Huber und Nico Seidler ein. Mit Stücken von Giovanni Gabrieli, Anton Bruckner und Gordon Jacob bewiesen sie höchste Spielkunst und sorgten für stimmungsvolle Momente.
Begeistert aufgenommen wurde auch das Blechbläserensemble bestehend aus Pius Ganter (Trompete), Simon Retsch (Trompete), Rebekka Mark (Horn), Joshua Mark (Posaune) und Fabian Sucher (Tuba). Die vorgetragene „Sonata“ von Daniel Speer und das Moderato aus dem “Quintett Nr. 1” von Victor Ewald bereiteten Freude. Bei der „Music Hall Suite” von Joseph Horowitz setzte Fabian Sucher mit seiner Tuba – der Königin der Blechblasinstrumente – herrlich warme Akzente.
Erstaunliche Reife zeigten auch Simon Doll (Oboe), Tobias Späth (Klarinette) und Jan-Niklas Doll (Fagott) mit „Divertimento Nr. 2“ von Mozart und dem zwischen romantischer Konvention und Einfallsreichtum pendelnden „Trio“ der weitgehend unbekannten Komponistin Ange Flégier. Beim melodiösen „Andante“ bezauberte Tobias Späth die Zuhörer mit seinen betörenden Klarinettenkantilenen.
Das von großem Engagement und spürbarer Freude geprägte Konzert wurde mit viel Beifall belohnt. Katherine Flynn-Hartmann dankte den begabten Akteuren im Namen der evangelischen Kirchengemeinde und überreichte kleine Präsente. Der Umtrunk im Foyer der Christuskirche wurde gern genutzt um mit den jungen Musikern ins Gespräch zu kommen. Und wer weiß: Vielleicht hat sogar der eine oder die andere mit einem Künstler gesprochen, der eine schöne Musik-Karriere vor sich hat.
Konfirmandenfreizeit 2011
Mein Gott ist …?!
Das war die Leitfrage der diesjährigen Konfirmandenfreizeit auf der Aschenhütte in Bad Herrenalb.
In drei Workshops zu den Themen „Mein Gott ist bunt“, „Mein Gott ist Begegnung“ und „Mein Gott ist nicht von dieser Welt“ lernten 20 Jugendliche vom 13. bis 16. Januar die Vielfalt biblischer Gottesbilder kennen. Ob als gestaltetes Ideogramm in Buttonform zum Anstecken, als Schattenspiel, als Fürbitte oder gar als gestaltetes Gemälde konnte so jede und jeder ihrer bzw. seiner eigenen Vorstellung von Gott Ausdruck verleihen.
Natürlich kamen neben allem Arbeiten Spiel und Spaß nicht zu kurz. Vielen Dank an dieser Stelle auch den Eltern, dem Seniorenzentrum Bühlertal sowie dem Haus Mecki, ohne deren Fahrdienste bzw. Busleihgaben das schöne und gehaltvolle Wochenende nicht möglich gewesen wäre.
Die gemalten Gottesvorstellungen der Konfirmandinnen und Konfirmanden sind übrigens im Gottesdienst am 06.02.2011 um 9:30 Uhr in der Christuskirche Bühlertal zu bewundern. Hierzu herzliche Einladung!
Kleines Kirchenkonzert am 12. Dezember 2010: "Querbeet"
Einen Genuss der besonderen Art erlebten die Besucher der Dezemberausgabe der Reihe “Kleine Kirchenkonzerte“ in der Christuskirche in Bühlertal. Das achtköpfige Vokalensemble von Querbeet, unterstützt von Orgel und Harfe, wagte einen bunten musikalischen Ausflug durch die Jahrhunderte.
Die Musiker deckten dabei das ganze Spektrum bis in dieses Jahrtausend hinein ab, und sparten dabei Romantik und Pop keinesfalls aus. Mit Liedern in Deutsch, Bayerisch, Englisch und Spanisch führte die Reise auch durch viele Sprachregionen. Zwischen den gesungenen Passagen fügten sich Textlesungen und Instrumentalstücke ein.
Dabei funktionierte in diesem Konzert hervorragend, was nur selten gelingt. Trotz der enormen Bandbreite der Darbietung wirkte das Konzert wie aus einem Guss. Ganz wesentlich für diesen Erfolg dürfte die stilistische Klarheit der Interpretation gewesen sein. Alle Akteure arbeiteten mit homogener Dynamik und lebendigen Tempi, die Gesangsformation zusätzlich noch mit klarer Sprache. Kombiniert mit einem gänzlichen Verzicht auf Effekte und Schnörkel bekamen klassische Chorwerke dadurch eine moderne Lebendigkeit auf der einen Seite, Popkompositionen eine berührende Schlichtheit
auf der anderen Seite. Mit diesen Mitteln gelang der Spagat zwischen den musikalischen Epochen so leicht, dass nichts als die einfache Freude an der Musik übrig blieb. Dazu passend agierten die Musiker engagiert, aber ohne jede Übertreibung als einheitliches Ensemble.
Kleines Kirchenkonzert am 14. November 2010: "Herbstfrost und neue Knospen"
Im „Kleinen Kirchenkonzert“ der Bühlertäler Christuskirche zum Volkstrauertag am vergangenen Sonntag führten Bertram Eppinger, Bariton, und der Organist Professor Hans Joachim Haarbeck Orgel- und Vokalmusik verschiedener Epochen auf.
Pfarrer Walkling eröffnete mit einer besinnlichen Ansprache das Konzert, in der er den Jahreszeitenwechsels im Spätherbst und den Wechsel, der im Kirchenjahr zu dieser Zeit stattfindet, in Beziehung setzte: so wie den kahl gewordenen Zweigen durch Knospen neues Leben erblühe erscheine mitten in der Finsternis das Licht der Welt.
Die nun folgenden Programmteile wurden von Professor Haarbeck durch kurze Erläuterungen in Form und Darstellung gut nachvollziehbar gemacht, so verwies er unter anderem auf den möglichen Einfluss, den Buxdehude mit seiner Passacaglia auf Brahms gemacht habe. Außerdem wurden die Zuhörer auf den versteckten cantus firmus im Orgelchoral „Vater unser im Himmelreich“ von Georg Böhm (1661-1733) aufmerksam gemacht.
Dass im 19. Jahrhundert zum ersten Mal bewusst der Rückgriff auf barocke Formgebung und alte Kompsitionspraxis vollzogen wurde verdeutlichten im weiteren Verlauf zwei Komponisten, die für diese historistische Rückbesinnung als beispielhaft gelten: Von Felix Mendelssohn Bartholdy, dem Entdecker der Matthäuspassion, erklang die von Haarbeck wunderschön gespielte Orgelsonate in B-Dur; und von Johannes Brahms, der zu seiner Zeit von der fortschrittsgläubigen Anhängerschaft um Wagner und Liszt auch gerne als rückständig und epigonenhaft kritisiert wurde, interpretierten Sänger und Organist zwei der „Ernsten Gesänge“, ein Werk, bei dem Haarbeck die Orgel- der Originalbesetzung mit Klavier vorzieht, da diese weicher und sanglicher klingt. Mit diesem Klang verschmolz dann auch Eppingers natürliche Singstimme sehr gut, so dass die beiden sich gegenüberstehenden Todesansichten - musikalisch ganz im Sinne alter Tradition mit hart nach Moll fallender beziehungsweise zu strahlendem Dur aufsteigender Intervallik - eindrucksvoll zur Geltung kamen, deren Texte der Bibelkenner Brahms aus dem Alten Testament (Jesus Sirach, Apokryphen) entnahm.
Auch das Schlusswerk des Abends, die Bach-Kantate „Ich habe genug“, erklang in vollendeter Harmonie zwischen Bariton und Organist. Das Publikum folgte Haarbecks Wunsch, in dem es die andachtsvolle Stille nach der Schlussarie „Schlummert ein“ nicht mit Applaus störte.
Im Anschluss an das Konzert gab es bei einigen Erfrischungen im Vorraum die Möglichkeit zum Künstlergespräch, womit der schöne und gelungene Konzertabend zu Ende ging.
Präsentation zum Afrika-Projekt am 29. Oktober 2010
„Impressionen aus einer anderen Welt“ präsentierte Pfarrer Michael Wurtz in der Christuskirche in Bühlertal. Am Freitag, 29. Oktober 2010 besuchte er zusammen mit seiner Frau Sabine und Pfarrer i.R. Willy Schneider aus Otternhöfen seinen „ehemaligen Wirkungskreis“, um über das afrikanische Kinderheim „Malaika Children’s Home“ am Viktoriasee im Westen Kenias zu berichten. Im Jahre 2009 war Michael Wurtz in der evangelischen Kirchengemeinde Bühlertal/Ottersweier als Pfarrvikar tätig gewesen. In den ersten Monaten dieses Jahres hatten er und seine Frau Sabine, die selbstständige Hebamme ist, im „Waisenhaus der kleinen Engel“ mitgeholfen, eine Krankenstation und eine Schule aufzubauen. Beide Projekte waren maßgeblich auch durch die finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde Bühlertal/Ottersweier ermöglicht worden.
Insbesondere den ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden, die das Waisenhaus mit ihrem „Konfi-Dank“ unterstützt hatten, wollte Pfarrer Wurtz zeigen, „was alles aus Ihren Spenden entstanden ist“. Die Kirchenbänke füllten sich dann aber vor allem mit Mitgliedern der „älteren Generation“, die sich sehr über den Besuch des sympathischen Pfarrers freuten und auf dessen „Film- und Fotopräsentation“ gespannt waren. Nach langen Händeschütteln, Umarmungen und persönlichen Gesprächen, spannten die Gemeindemitglieder mit dem Lied „Asante Sana Yesu“ „eine Brücke zwischen dem Schwarzwald und dem schwarzen Kontinent“.
Pfarrer Wurtz hatte eine beeindruckende Bilderserie zusammengestellt. Der erste Teil seines Vortrages stand ganz im Zeichen der Schönheit Afrikas. „Auf der Strecke“ vom Flugplatz in Mombasa zum Kinderheim, nahe dem Viktoriasee im Kakamega Distrikt, hatte das Ehepaar bewusst einige „Umwege“ genommen. Auf der großen Sandinsel Lamu vor der Küste Kenias besuchten sie „freundliche Menschen“ und „eigensinnige Somali-Wildesel“. In der Serengeti, der baumarmen Savanne östlich des Viktoriasees, zeugten Tier- und Landschaftsaufnahmen sowie Bilder der Massai von den vielen Eindrücken, die das Ehepaar während ihres Afrikaaufenthaltes hatte sammeln können.
Am Ziel ihrer Reise, im Kinderheim „Malaika Children’s Home“ wurden Michael und Sabine Wurtz „fürstlich empfangen“. Ihr „250 Kilogramm schweres Gepäck mit Geschenken und Kleidern für die Kinder“ war dort bereits angekommen. Bilder und kurze Filme von lachenden Mädchen und Jungen ließen die Betrachter an der Freude der Beschenkten teilnehmen.
„Ich bin stolz, dass wir mit dem Erlös des Weihnachtsbasars 2009 die gesamten Steine für die neue Schule des Kinderheimes bezahlen konnten“, richtete Wurtz seinen Dank an die Kirchengemeinde. „Ich bin mir sicher, dass dieses Geld sehr gut angelegt ist, denn nun haben unsere Kinder in Malaika die echte Chance, in Klassen mit etwa 25 Schülern und motivierten Lehrern eine gute Schulbildung zu erhalten“. Mit der Grundsteinlegung für ein Krankenhaus, wird zukünftig auch die medizinische Versorgung optimal gesichert sein. „Wir sind sehr froh für unsere Kinder“, bedankte sich Pfarrer i. R. Schneider in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Afrikanische-Deutsche Partnerschaft Malaika. Auch an diesem Abend konnte die ehemalige Kirchengemeinderätin Dorothea Misiewicz eine Spende von 320 Euro überreichen – der Erlös einer Verkaufsaktion von selbstgemachten Marmeladen und herbstlichen Türkränzen.
„Kleines Kirchenkonzert“ am 17. Oktober 2010
Das „Pamina-Quartett“ aus Karlsruhe gestaltete das „Kleine Kirchenkonzert“ in der Christuskirche in Bühlertal. Die Musiker Hans Leptin (Violine), Dorothee Yan (Violine), Boris Yoffe (Viola) und Rüdiger Adami (Violoncello) brachten Werke von Antonio Vivaldi, Wolfgang Amadeus Mozart und Boris Yoffe zu Gehör.
Die vier Künstler lernten sich als Studenten an der Musikhochschule Karlsruhe kennen. Zunächst spielten sie gemeinsam in verschiedenen Orchestern und Ensembles, im Jahre 2005 gründeten sie das „Pamina-Quintett“.
Ein weiterer Gastmusiker war der neunjährige Benjamin Hofmann aus Bühlertal. Vor fünf Jahren begann der junge Nachwuchskünstler seinen Geigenunterricht bei Hans Leptin und hat seither schon bei mehreren Auftritten in der Region mitgewirkt. Seine außergewöhnliche Begabung konnte er im ersten Teil des Programms unter Beweis stellen.
In der Sammlung „L’estro armonico“ des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi bildet das Violinkonzert in E-Dur den Schlusspunkt. Es wird vermutet, dass Vivaldi dieses Konzert mit seinen ambitionierten
solistischen Passagen in erster Linie für eigene Auftritte konzipiert hat.
In allen drei Sätzen konnte Benjamin Hofmann als Solist – er spielte ohne Notenblatt - mit einer musikalischen Reife glänzen, die für sein Alter sicher keineswegs üblich ist.
Die fröhlich beschwingte Streichermusik aus der Zeit des Barock ließ die Zuhörer das nasskalte Herbstwetter draußen fast völlig vergessen, Wer die Augen schloss, mochte sich murmelnde Quellen und sanfte Frühlingswinde vorstellen.
Einen Brückenschlag über die Zeiten hinweg bildeten anschließend die Kompositionen, die aus der Feder von Boris Yoffe stammen. In seinem „Quartettbuch“ spiegelt sich die Musik des Barock und der Klassik wider. Aus seiner Sammlung von kurzen Stücken für Streichquartette wurden insgesamt sechs vorgetragen. Die abstrakte und zugleich emotionale Musik nahm die Zuhörer mit auf eine träumerische Reise durch die Welt der Klangfarben.
Ein feines Klangerlebnis war auch das Streichquartett in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit vitaler Musizierfreude entfaltete das Quartett den leicht tänzerischen Klangfarbenzauber des Allegro-Satzes. Im zweiten Satz rückte zunächst das Cello feinstimmig in den Vordergrund, bevor das Larghetto von den anderen Instrumenten elegant und schwebend weitergeführt wurde. Heiter bewegt erklang das Menuett. Mit frischem Tempo und auf musikalisch vorzüglichem Niveau führte das Ensemble den vierten Satz zu einem ausdrucksstarken Finale.
Das sensibel zusammengestellte Programm hatte seine Wirkung nicht verfehlt.
Mit frenetischem Applaus erklatschte sich das Publikum weitere Zugaben.
Mitarbeiterausflug 2010
Es herrschte kein strahlender Sonnenschein, sondern dicker, dicker Nebel als sich die Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde am Samstag, dem 09.10.10 aufmachten, um durch die Reben in Altschweier zum Carl-Netter-Aussichtsturm zu wandern.
Einige Unerschrockene ließen es sich trotzdem nicht nehmen den Turm zu erklimmen, doch auch in luftiger Höhe wurde aus der versprochenen schönen Aussicht nichts. Die gute Stimmung hielt trotzdem an, auch wenn die Schönheit der Landschaft nur andeutungsweise zur Geltung kam. Es war einfach mal angenehm mit einander ins Gespräch zu kommen, Gedanken auszutauschen und Menschen näher kennenzulernen, die man sonst nur im Vorbeigehen wahrnahm.
Kirchengemeinderat Ernst Venz hatte einige Erklärungen zur Landschaft parat, vor allem kannte er den schnellsten Heimweg, denn in der Rohrhirschmühle wartete das Mühlenvesper. Nach einer ausgiebigen Pause zeigte uns das Ehepaar Venz noch seine Schätze. Es war unermesslich viel. Nicht nur der Mühlenbetrieb wurde ausführlich erläutert, auch das Heimatmuseum war sehenswert.
Am Schluss trennte man sich mit einem Dank an die Mühlenbesitzer und mit dem Gefühl einen schönen Tag erlebt zu haben.
Kinderferienprogramm 2010: „Komm wir bauen ein Haus auf Fels“
Alljährlich beteiligt sich auch unsere Kirchengemeinde am Kinderferienprogramm der Region. In jedem Jahr bietet Kirchengemeinderätin Daniela Faletra mit ihrem Team einen Nachmittag in Bühlertal und einen weiteren für die Ferienkinder in Ottersweier an. In diesem Jahr stand das Programm unter dem Motto: „Komm wir bauen ein Haus auf Fels“.
Siebzehn Mädchen und Jungen waren der Einladung nach Bühlertal gefolgt. In Ottersweier hatte die Veranstaltung dagegen abgesagt werden müssen. Es hatte sich nur ein einziges Kind angemeldet.
„Einfach spitze, dass du da bist“ – mit diesem Lied begrüßten Daniela Faletra, Rita Metzinger und Viola Hollek die fröhliche Schar, die auch sogleich mit Pfeifen, Klatschen und Stampfen in den Refrain mit einstimmte. Im Gemeindesaal der Christuskirche auf dem Boden sitzend sangen die Sechs- bis Zehnjährigen auch beim zweiten Lied kräftig mit. „Der Kluge baut sein Haus auf Felsengrund“ hieß es und stellte die Kinder vor die Frage, auf welchen Untergrund man ein Haus denn am besten bauen sollte, um es vor Regenfluten zu schützen. „Auf Beton“, waren sich alle einig, und dass dieser erst trocknen muss, ehe man ein Haus darauf stellen kann, „ist ja wohl klar“. „Ein Narr aber hat auf Sand gebaut“, hieß es in der zweiten Strophe und die „klugen Kinder“ wussten, dass Sand viel zu weich ist, um einer Wasserflut standhalten zu können. Geprüft wurde das Ganze dann draußen auf der grünen Wiese hinter der Christuskirche. Zunächst bauten zwei Gruppen je ein Haus aus bunten Duplo-Steinen. Dann wurde das eine auf einen Sandberg und das andere auf eine Betonplatte gestellt. Viola Hollek ließ es kräftig aus einer Gießkanne regnen. Neugierig beobachteten „die Häuslebauer“ was geschah. Dass das „Duplo-Sandhaus“ von den Wassermassen nicht total zerstört wurde, sondern nur abrutschte, enttäuschte die kleinen Beobachter zwar, dennoch war anschaulich bewiesen worden, dass ein Haus nur auf festem Grund sicher stehen kann. So ganz nebenbei hatten die jungen Leute auch noch etwas über Gott und eine Bibelstelle aus dem Lukasevangelium gelernt. Dort sagt Jesus: „Ich sage euch, wie es ist, wenn jemand zu mir kommt, auf meine Worte hört und danach handelt. Das ist wie bei einem Menschen, der ein Haus mit festem Fundament auf einen Felsen baut. Wenn es dann zu einer Überschwemmung kommt und die Wellen gegen das Haus schlagen, steht das Haus fest, weil es solide gebaut wurde“.
Daniela Faletra erklärte den Kindern, dass mit dem Gleichnis vom Haus, das eigene Leben gemeint sei. „Wenn ich auf Gott vertraue, dann steht mein Leben auf festem Stein“, erklärte sie den Kindern und fügte hinzu. „Das ist ganz so, wie es auch in der dritten Strophe unseres Liedes heißt: So bau dein Haus auf den Herrn Jesus Christ und der Segen strömt herab“.
Natürlich kam auch das gemeinsame Spielen nicht zu kurz. Nachdem sich alle „ausgetobt“ hatten, wurden noch fleißig Figuren aus Eisstielen gebastelt. Aus Pfeifenputzern wurden Arme und Beine, aus Pappe ein Kopf und Stoffreste dienten als Kleidung. Das „kleine Männchen“ wurde auf einen Gipsfelsen gesteckt, der mit nach Hause genommen werden durfte. Beim Würstchengrillen am offenen Feuer sangen dann alle noch einmal das Lied vom klugen Mann, der sein Haus auf Felsengrund baut und nicht auf Sand, wie es nur die Narren tun.
Balladen und Liebeslieder am 16.05.10
beim Kleinen Kirchenkonzert
in der Christuskirche
De Amores“ hieß der stimmungsvolle Abend im Rahmen der „Kleinen Kirchenkonzerte“ in der Christuskirche Bühlertal. Nina Schöne (Gitarre und Gesang) und Wolfgang Joho (Geige und Bratsche) brachten auf musikalisch hohem Niveau sehnsuchtsvolle Lieder zum ewigen Thema „Liebe“ zu Gehör.
Seit einigen Jahren ist Nina Schöne in diversen musikalischen Formationen als Sängerin und Komponistin tätig. In ihrer Kindheit in Santiago de Chile hat sie die Gitarre und die Lieder Lateinamerikas zu lieben gelernt. So beherrschten beim „Kleinen Kirchenkonzert“ vor allem Stücke von Silvio Rodriguez (Kuba), Mercedes Sosa (Argentinien) und Violeta Parra (Chile) das musikalisch poesievolle Programm.
Balladen von blauen Einhörnern, sterbenden Liebhabern, suchenden Jünglingen und tanzenden Meerjungfrauen luden zum Träumen ein von einer heilen Welt voller Wohlklang und Harmonie. Damit das Publikum die eindringliche Lyrik der gesungenen Liebesgeschichten auch verstehen konnte, wurden die Lieder zuvor übersetzt. Mit schöner, klarer Stimme sang Nina Schöne von tiefer Zuneigung und innigem Begehren, von Freude und Schmerz.
Einfühlsam begleitet wurde sie dabei von Wolfgang Joho, der klassische Violine und Viola studiert hat und als Stimmführer der Bratschengruppe bei der Offenburger Philharmonie tätig ist. Der begeisterte Musikpädagoge erweckte mit seinem virtuosen Spiel Gefühle der Sehnsucht und Leidenschaft. Das Publikum tauchte ein in die Poesie der Liebe und in die Tiefe des Herzens, wo man spürt: Alles wird gut.
Bereichert wurde das Programm mit Liedern, die aus der Feder von Nina Schöne und ihrer Schwester Ulrike stammen. Traditionelle und moderne Titel aus England und Irland sowie mitreißende Musikstücke der Tanzformen wie Tarantella und Paso Doble lockerten den Abend beschwingt auf.
Der lang anhaltende frenetische Applaus am Ende des Konzertes zeugte von der Gunst des Publikums. Stellvertretend für unsere Kirchengemeinde bedankte sich Katherine Flynn –Hartmann bei den Musikern für einen Konzertabend, „der allen viel Freude gemacht hat“. Der Wunsch nach einer Zugabe wurde mit der Eigenkomposition „Stell dir vor“ erfüllt – eine süße musikalische Liebeserklärung.
Wer sich nicht gleich mit romantischen Gefühlen auf den Heimweg machte, blieb noch eine Weile um bei Sekt und Knabbereien im Foyer der Christuskirche mit Künstlern und Gästen ins Gespräch zu kommen
Frühschichtwoche 08.-12.03.2010
„Schöpfungsfreundlich leben lernen“ lautete das Thema der ökumenischen Frühschichtwoche vom 08. – 12 März 2010, zu der evangelische und katholische Christen in den kleinen Saal des Gemeindezentrums St. Johannes in Ottersweier eingeladen waren. Allmorgendlich traf sich eine große Zahl von „Frühaufstehern“, um den Tag mit Kerzenlicht, gedankenvollen Texten und mit, an der Gitarre begleiteten, Liedern zu begrüßen. Seit fünf Jahren beteiligt sich auch unsere evangelische Kirchengemeinde aktiv an der Gestaltung der Frühschichtwoche, die in der Passionszeit und im Advent begangen wird.
In der Regel ist es ein Dienstag, an dem eine Mitarbeiterin unserer Kirchengemeinde die ausgewählten Lieder, Texte und Gedanken zu den verschiedenen Themen vorträgt. In diesem Jahr waren die Besucher eingeladen, die Schöpfung mit allen Sinnen wahrzunehmen und dieses Geschenk dankbar anzunehmen. Die Geschichte „Ein besonderes Geschenk“ und das Gedicht „Wer Schmetterlinge lachen hört“ von Novalis luden ein, in sich hineinzuhören, sich der Schöpfung zu öffnen und sie mit allen Sinnen zu genießen.
In der anschließenden Frühstücksrunde freute sich die „Frühschichtgemeinde“ über einen Zuwachs von evangelischen Frühaufstehern, die den Tag einmal anders beginnen wollten. Das Fazit der Neuen: „Einfach schön – ich komme wieder.“
Kleines Kirchenkonzert „Gospelchor St. John“ 31.01.2010
Im Rahmen der „Kleinen Kirchenkonzerte“ gastierte der Gospelchor „St. John“ unter dem Motto „Give Thanks“ in der evang. Christuskirche in Bühlertal. Der Projektchor, der evangelische und katholische Sänger und Sängerinnen vereint, begeisterte die zahlreichen Besucher mit klangvollen Gospels und Spirituals, sowie modernen Chor- und Kirchenliedern. Chorleiterin Marion Pfleger hatte ein abwechslungsreiches Konzertprogramm zusammengestellt, das aus der spirituellen Erfahrung, der packenden Lebensfreude und den mitreißenden Rhythmen der afro-amerikanischen Sklaven und ihrer Nachfahren schöpfte.
Nach einem temperamentvollen Einzug mit dem Gospel „Somebody’s knocking“ und einer feinsinnigen Ansprache der Gemeindereferentin Heidrun Oechsle übernahm Claudia Dottermusch die Ansagen zwischen den einzelnen Liedblöcken. Mit informativen Einblicken in die Entwicklung der Gospelmusik, ausgewählten Texten aus der Bibel und mit Übersetzungen der jeweils gesungenen Lieder führte sie einfühlsam durch das Programm.
Die Musiker Verena Falk-Soares (Querflöte), Daniel Köbele (E-Piano) und Werner Bär (Percussion) brachten mit ihren Instrumenten die Christuskirche zum Klingen und unterstützten den Chor durch ihr versiertes Zusammenspiel.
Klassisch zeigte sich „St. John“ mit den Gospels „I want to be ready“ und „Oh, when the Saints“, deren Inhalte Texte aus der Offenbarung des Johannes zur Grundlage haben.
Mit dem Song „Deep River“ erinnerte der Chor an die unterdrückten Sklaven Nordamerikas, die mithilfe der Lieder ihren Glauben und ihre Hoffnung auf eine bessere Zeit zum Ausdruck brachten.
Mitschnippen und Mitwippen war bei „He’s got the whole world in his hands“ angesagt. Sangesfreudige Besucher waren zum Mitsingen eingeladen.
Im Konzert wurde deutlich, dass der Begriff „Gospel“ generell für die christliche Musik im angelsächsischen Raum bis hin zu christlicher Popmusik im Allgemeinen verwendet werden kann. Es ist die Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden, die sich durch Jazz- und Blueseinflüsse weiterentwickelt hat. Dieser Einfluss zeigte sich unverkennbar in den Liedern „Lord, I know I’ve been changed“ und „This little light of mine“. Hier bewiesen die Solosängerinnen Theresia Höß und Heidrun Oechsle ihr Können.
Chorleiterin Marion Pfleger hatte außerdem zwei Lieder aus dem franz. Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ mit in das Programm aufgenommen. Gegen Hoffnungslosigkeit und Resignation entfalteten die Lieder „Vois sur ton chemin“ und Caresse sur l’océon“ ihre tröstende Kraft. Im Soloteil entführte Juliane Sogno mit ihrer sanften Sopranstimme die Zuhörerschaft in eine entrückte Traumwelt.
Mit dem Titelsong „Give Thanks“ endete das Konzert, das von großem Engagement und spürbarer Freude an der Musik geprägt war.
Das Publikum feierte die Mitwirkenden mit begeistertem Beifall, dem sich Kirchengemeinderätin Flynn-Hartmann mit dem herzlichen Dank der evang. Kirchengemeinde Bühlertal/Ottersweier anschloss. Mit dem „Amen“ als Zugabe verabschiedeten sich die Chormitglieder und verließen singend ihren Platz vor dem Altar. Es war ein stimmungsvoller Abend mit einem berührenden Nachklang bis tief ins Herz.